Tech-Betrüger Holmes zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt Elizabeth Holmes wollte die Medizin wechseln. Aber der Gründer der Technologie hat alle getäuscht. Nun muss er wegen Betrugs für rund elf Jahre ins Gefängnis. 1/5 Elizabeth Holmes wurde zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt. Die frühere US-Bluttest-Unternehmerin Elizabeth Holmes (38) – einst ein berühmter Jungstar der Biotech-Branche – ist wegen Betrugs zu rund elf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Bundesrichter im kalifornischen San Jose verkündete am Freitag das Urteil gegen den Gründer des Startups Theranos. Die schwangere 38-Jährige muss ihre Haftstrafe erst am 27. April nächsten Jahres antreten.

Schuldig in vier Fällen des Betrugs

Holmes wurde im Januar von einer Jury in vier Fällen des Betrugs von Investoren für schuldig befunden. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft 15 Jahre Haft gegen sie beantragt. Die Verteidigung hatte argumentiert, dass Holmes verschont oder zu nicht mehr als anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt werden sollte. Bundesrichter Edward Davila verhängte nun eine Freiheitsstrafe von 135 Monaten oder elf Jahren und drei Monaten.

Milliardär, dann explodiert alles

Holmes gründete Theranos 2003 im Alter von nur 19 Jahren. Das Unternehmen bewarb eine angeblich revolutionäre Technologie für extrem schnelle, effiziente und günstige Bluttests. Der charismatische Jungunternehmer wurde als Technologiepionier gefeiert und gewann mächtige Finanzinvestoren und prominente Unterstützer wie den ehemaligen Außenminister Henry Kissinger und den Medienmogul Rupert Murdoch. Holmes selbst wurde Milliardärin. Dann enthüllten die Berichte des Wall Street Journal, dass die Technologie überhaupt nicht funktionierte.

Geben Sie dem Ex-Freund die Schuld

Holmes hat immer bestritten, Investoren betrogen zu haben. Sie gab ihre Fehler zu, behauptete aber, an das Potenzial ihrer Technologie zu glauben. Sie machte auch ihren Ex-Freund und Ex-Partner Ramesh „Sunny“ Balwani für den Skandal verantwortlich. Er bekannte sich im Juli auch des Betrugs schuldig. Das Urteil steht noch aus. (AFP)